Wildblumen sind nicht nur wunderschön anzusehen, sie tragen auch maßgeblich dazu bei, unsere Bienen zu schützen. Denn ImkerInnen können mit dem Anbau von Wildblumen die Lebensbedingungen für unsere Honigbiene enorm verbessern. Doch auch für uns Menschen sind Wildblumen ein Segen: Sie spenden Schatten und lassen den CO₂-Gehalt in der Luft sinken. Zudem entziehen sie dem Boden während der Blütezeit keine Nährstoffe, da ihr Wurzelwerk sehr flach ist. Das macht den Anbau von Wildblumen besonders pflegeleicht – und das Beste: Die meisten Sorten gedeihen auch an schattigen Standorten!
Samen aussäen – die beste Zeit und die richtige Erde
Wildblumensamen auszusäen ist eine tolle Möglichkeit, Ihren Garten in ein wahres Blütenmeer zu verwandeln. Die beste Zeit dafür ist im Frühjahr, da die Pflanzen in den kommenden Monaten besonders gut gedeihen. Doch auch im Herbst sind Aussaat und Pflege der Samen möglich. Allerdings sollten Sie dann damit rechnen, dass die Wildblumen erst im nächsten Frühjahr richtig austreiben.
Für die Aussaat benötigen Sie feinkörnige Blumenerde, am besten ist torffreie Erde, die Sie in jedem Fachhandel für Gartengeräte erhalten. Geben Sie die Samen nicht zu tief in die Erde, maximal einen halben Zentimeter, und streuen Sie sie gleichmäßig auf die gewünschte Fläche aus.
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Pflege der jungen Pflanzen – Gießen, Düngen, Schneiden
Junge Wildblumenpflanzen müssen regelmäßig gegossen, gedüngt und geschnitten werden, um optimal zu gedeihen. Wildblumen sind robuste Pflanzen, die nicht viel Pflege benötigen. Trotzdem sollten sie regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Im Frühjahr und Sommer müssen sie außerdem regelmäßig geschnitten werden, um buschig und üppig zu bleiben.
Die beste Zeit zum Gießen von Wildblumen ist in den frühen Morgenstunden oder am Abend, damit die Pflanzen nicht so schnell austrocknen. Die Pflanzen sollten nicht zu sehr durchnässt werden, da sie sonst anfangen können zu faulen. Es ist besser, die Pflanzen etwas trockener zu halten, als sie völlig auszutrocknen.
Wildblumen sollten alle 2-3 Wochen gedüngt werden. Dazu eignet sich ein flüssiger Blumendünger, der dem Gießwasser beigegeben wird. Durch das Düngen wird die Blütenpracht der Wildblumen angeregt und die Pflanzen wachsen kräftiger.
Die Blütenpracht – was Sie beachten sollten
Die Blütenpracht ist ein wichtiger Faktor bei der Wahl der richtigen Wildblumensamen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Samen aus einer Region stammen, in der die Pflanzen gut gedeihen. Auch die Größe der Blüten sollte berücksichtigt werden. Die meisten Wildblumen blühen im Frühjahr und im Sommer, aber es gibt auch einige, die erst im Herbst ihre Blütenpracht entfalten.
Wenn Sie die Blütenpracht Ihrer Wildblumen optimieren möchten, sollten Sie auf einige Faktoren achten. Zunächst ist es wichtig, dass die Pflanzen ausreichend Licht und Wasser bekommen. Staunässe sollte vermieden werden, da dies zu Pilzbefall führen kann. Ideal ist ein sonniger Standort mit leichtem Schatten am Nachmittag.
Wildblumensamen – wo kaufen?
Im Handel sind Wildblumensamen relativ günstig zu erwerben. Jedoch gibt es einen großen Nachteil beim Kauf von Blumensamen im Handel: Viele der Samen werden aus China oder anderen Ländern mit schlechter Umweltbilanz importiert. Dabei ist es gar nicht notwendig, dass die Samen so weit transportiert werden müssen! Inzwischen gibt es in vielen Online-Shops deutsche Wildblumensaatgut-Anbieter, bei denen Sie bedenkenlos bestellen können. Die Anbieter leisten einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt und für eine nachhaltige Landwirtschaft.
Fazit
Trotz der hohen Arbeitsintensität am Anfang lohnt es sich Wildblumen anzubauen. Sobald die ersten Samen keimen und die Pflanzen wachsen, entwickeln sie eine enorme Ausdauer und Vitalität. Vor allem in Trockenphasen überstehen sie Hitze und Durst besser als viele andere Gartenpflanzen. Ein weiterer Vorteil ist ihre Schönheit: Je nach Art blühen Wildblumen von April bis in den Herbst hinein – manche sogar das ganze Jahr über. Zahlreiche Insekten wie Bienen, Hummeln oder Marienkäfer finden an den nach Pollen und Nektar suchenden Blüten ideale Nahrungsquellen vor, was dem Naturnutzen der Pflanzen zusätzlich zugutekommt.
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